Posts Tagged ‘Lerntagebuch’

Monis Lern-Denk-Blog

April 14, 2009

Ich blogge also lerne ich?

Meine ersten Schritte, mein erster Blog und ich sitz wieder mal wie der Esel vor dem Berg. Ob ich je freiwillig und einfach so zum Bloggen gekommen wäre? Ich weiss es nicht. Aber es gehört zu einer meiner Hausaufgaben in meiner Ausbildung zur E-moderatorin. Und grundsätzlich lasse ich mich ja gerne auf Experimente ein, finde es nötig, mich regelmässig auf die Seite der Lernenden und vielleicht auch Unsicheren zu begehen, da ich selber Erwachsenenbildnerin bin.

dsc000081

Dazu kommt, dass ich von meinem Schreibtisch aus einen grandiosen Blick aufs Schloss Lenzburg habe. Und der „Berg“ hat mich schon immer  einfach zum Staunen und Bewundern gebracht, nie gebremst. Manchmal ist ja „Esel am Berg“ sein durchaus nicht nur negativ. Im Gegenteil – es gibt Momente – da finde ich es ganz spannend, mir bei meinem eigenen Stolpern über die Schultern zu schauen.

Ausserdem ist zum jetzigen Zeitpunkt noch eine relativ starke Steuerung innerhalb der Aufgabe vorhanden – wofür ich jetzt auch noch dankbar bin. Ich kann mich jetzt also noch einem Gerüst entlang hangeln. Bei Gelegenheit werde ich das dann schon verlassen 😉

Also: Was gibt es zu tun:

1. Über meine ersten Erfahrungen zum Thema PLE schreiben.
2. Überlegen, wie ich Social Bookmarkin, PLEs und Blogs in meinem Unterricht einsetzen könnte.
3. Meinen Blog mit anderen Blogs und Webseiten verlinken und wenn möglich andere Medien einfügen.

Meine ersten Erfahrungen zum Thema PLE? Bis vor kurzem ein Fremdwort. Als ich mir dann eine Umgebung einrichten sollte, habe ich gemerkt, dass es gar nicht so neu ist. Der Provider, über den ich normalerweise alles abwickle, hat schon längst auf google umgestellt. So war mir diese Oberfläche bereits bekannt und ich habe intuitiv einige Gadgets eingeführt – ohne zu wissen, wie das heisst, was ich da tue. Eigentlich aber umfasst PLE ja noch viel mehr als den virtuellen Anteil einer schönen Plattform mit vielen Gadgets. Ich brauche den reellen, physischen, mit allen Kanälen wahrnehmbaren Kontakt genau so. Mal mit Kollegen informell auf dem Schulhausgang zu plaudern, heimzukommen und meinem Mann zu erzählen, welche für mich neuen Schritte ich gemacht habe, den Nachbarskindern (4 und 6) zu erklären, was ich da mit dem Computer mache und dabei zu spüren, wie schwer aber auch schön und lehrreich das ist. Die Plattform unterstützt mich sicher nicht unerheblich im Umgang mit der Informationsflut – Augenkontakt bietet sie aber noch keinen.

Ideen zum Einsatz im Unterricht? Da wird es schon schwieriger. Nicht, weil ich keine hätte. Aber da macht mir die Tatsache, dass ein Blog grosse Öffentlichkeit erreichen kann, Schwierigkeiten. Ich hatte keine Probleme, Ideen innerhalb unserer nicht öffentlichen Blogs in unserer Lerngruppe zu äussern. Mir ist aber noch nicht so klar, wie ich hier etwas beschreiben soll, ohne meine Teilnehmenden der  Öffentlichkeit auszusetzen. Klar würde ich so oder so keine Namen nennen – mir ist aber trotzdem nicht wohl dabei. Und darum lasse ich es einfach noch ein bisschen in meinem Hinterkopf ruhen/arbeiten bis ich mich äussere oder eben auch nicht.

Ein Bild habe ich nun ja schon eingefügt – Links zu anderen Seiten und Blogs einzufügen fällt mir im Moment noch schwer, weil ich mich erst selber orientiere. Aber das wird folgen – versprochen.

Ich blogge – also lerne ich? Ich denke schon, dass das zutrifft. Umsetzen in Sprache ordnet Diffuses, öffnet vielleicht auch neue Gedankenstränge. Und insofern bin ich froh, mich auf das Experiment einzulassen.